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Ein Pressebericht der fachWORTstatt:

Tourismus-Interview mit Wolfgang Schwarz vom Ursin-Hauses Langenlois
 
„2022 wieder auf Vor-Corona-Niveau kommen!“
 
(Langenlois/26.1.2022) Ein Blick auf den Langenlois-Tourismus im Corona-Jahr 2021 sowie auf die Zielsetzungen für 2022, auf Trends und Entwicklungen, auf bewährte Aktivitäten und neue Planungen: Darum geht es im Interview mit Wolfgang Schwarz, Geschäftsführer des Langenloiser „Ursin Haus Vinothek & Tourismusservice GmbH“.
 
Herr Schwarz, wie hat sich die Corona-Pandemie auf den Tourismus der Stadt Langenlois ausgewirkt?
 
Ich freue mich, sagen zu können, dass 2021 insgesamt ein recht gutes Jahr für den Tourismus in Langenlois war - ja: Wenn man es ins Verhältnis zur Corona-Pandemie und den vielen Lockdown-Tagen setzt, war es sogar ein sehr gutes Jahr! Ich nenne als Beispiel den „Gartensommer“ in Langenlois und Schiltern, der ja aufgrund der Pandemie von 2020 auf 2021 verschoben werden musste. Da konnten wir im vergangenen Jahr zwar auch nicht alles wie geplant durchführen, aber doch sehr viel. Und das nicht nur in Schiltern, sondern auch hier in Langenlois. Ich denke da nur an das „Archiv des Wandels“ im Kaiser-Josef-Park oder an die Matinee-Veranstaltungen, die wir dort auf der Gartenbühne durchgeführt haben! Allein, dass dieser Park „wiederentdeckt“ worden ist, für Langenlois, für die Bewohner und Gäste, ist ja schon ein Erfolg für sich!
 
Und darüber hinaus haben wir die Corona-Zeit für eine ganze Reihe von organisatorischen Dingen genutzt: Die Langenlois-Homepage wurde neugestaltet, und ebenso die Homepage des Ursin-Hauses samt Online-Shop. Darüber hinaus haben wir die Social-Media-Kanäle neu aufgestellt und in Schuss gebracht. Da konnte einiges aus der Vergangenheit aufgearbeitet und anderes für die Zukunft angeschoben werden.
 
Wie drückt sich das 2021-er Ergebnis in Zahlen aus?
 
Nun, wir haben im Jahr 2021 immerhin 49.000 Übernachtungen in der Stadtgemeinde Langenlois verzeichnet. Klar: 2019, vor der Pandemie, haben wir noch 69.000 gezählt. Aber 2020 waren die Übernachtungen auf 43.000 zurückgegangen. Da konnten wir 2021 Boden gutmachen. Und: Im August des vergangenen Jahres wurden mit 10.212 Übernachtungen erstmals 10.000 Übernachtungen in einem Monat übertroffen! Das sind für uns Zeichen einer Trendwende - auch unter dem Zeichen von Corona.
 
Der Wein spielt ja für Langenlois eine große Rolle. Das dürfte auch für den Langenlois-Tourismus gelten?
 
Der Weintourismus hat sicher auch zum Ergebnis des vergangenen Jahres beigetragen. Dafür stehen Aktionen wie der „Weinfrühling“, die „Tour de Vin“ oder das „Kostbare Kamptal“: Selbst, wenn da einmal etwas verschoben werden musste, haben diese Wein-Events ihr Publikum gefunden. Im Tourismusbüro haben wir deutlich gemerkt, dass die Anfragen wieder angezogen haben, dass der Informationsbedarf sehr groß war.
 
Das gilt auch für die Ursin-Haus-Vinothek: 2021 war das zweitbeste Jahr in ihrer 31-jährigen Geschichte! Und da haben nicht nur einheimische Kunden aus der Region bei uns ihren Wein gekauft, sondern auch viele Auswärtige sind zu uns gekommen und haben bei uns Wein zu Ab-Hof-Preisen mitgenommen.
 
Übrigens: Unsere Vinothek soll erneuert, renoviert, vielleicht sogar ein wenig umgebaut werden, soll es den Besucherinnen und Besucher noch einfacher und angenehmer machen, sich von Anfang an wohlzufühlen, den Langenloiser Wein zu verkosten und zu kaufen. Dafür werden heuer die Planungsarbeiten beginnen.
 
Damit sind wir ja schon bei 2022. Was wird sich touristisch tun?
 
Aufgrund unserer Erfahrungen im letzten Jahr blicken wir optimistisch auf dieses Jahr. Wir sind gut aufgestellt: Der Zubau des Loisium-Hotels ist fertiggestellt, die Arbeiten am Schloss Haindorf machen erfreuliche Fortschritte, und die Kittenberger Garten-Chalets sollen noch heuer fertig werden, die ersten Gäste werden erwartet. Das wird sich auch auf die Übernachtungszahlen auswirken - übrigens nicht nur auf die der genannten Häuser. Wir hoffen, 2022 Übernachtungszahlen auf Vor-Corona-Niveau zu erreichen - und sie dann mittelfristig auf 80.000 bis 90.000 Übernachtungen steigern zu können.
 
Zu dieser Entwicklung wird auch beitragen, dass die touristischen Aktivitäten der Stadt mit den kulturellen so gut verzahnt sind. Die „Gartenparty der Stars“ wird auch heuer wieder in der Kittenberger Gartenarena gefeiert und gedreht werden - und die Wein- und Gartenstadt Langenlois einem Millionenpublikum an den Fernsehern als Reise- und Ausflugsziel ins Gedächtnis rufen. Vor der Premiere der neuen Operette wird wieder ein ORF-Frühschoppen aus dem Park Haindorf übertragen. Da wird im Laufe des Jahres sicherlich noch einiges hinzukommen.
 
Zum Beispiel Langenlois-Werbung bei den Olympischen Spielen?
 
In der Vergangenheit waren wir über das „Austria House“ ja bei einigen Olympischen Spielen vertreten und haben dort Langenloiser Wein an die Gäste aus aller Welt ausgeschenkt. Da es aber bei den Spielen in Peking kein Austria House geben wird, sind wir natürlich dort auch nicht dabei. Aber das kann schon 2024 bei den Spielen in Paris wieder ganz anders aussehen…
 
Aber vor Ort wird sich etwas tun?
 
Ja, innerhalb der Stadtgemeinde sind besondere Aktivitäten geplant. Wir werden die Rad- und Mountainbikewege in und um Langenlois in diesem Jahr neu beschildern - und es sollen neue Wege entstehen. Beispielsweise ist ein Radweg nach Schiltern geplant sowie ein neuer Radweg mit einer großen Runde, die zum Teil auch östlich vom Manhartsberg verläuft.
 
Und um die Saison im Frühjahr ein wenig vorzuziehen und das Veranstaltungsjahr in der Stadt so richtig einzuläuten, wird es Anfang April wieder heißen: „Servus Frühling in Langenlois!“
 
Da gibt es offenbar auch Überlegungen, die Saison auch ebenfalls zum Jahresende ein wenig zu verlängern?
 
Das ist richtig. Wir denken gerade über das Thema „Advent in Langenlois“ nach. Das könnten gleich mehrere Aktivitäten sein, die Langenlois in der Vorweihnachtszeit für Besucher und Ausflügler, aber natürlich auch für die Einwohner attraktiv machen. Dazu müsste dann aber natürlich einiges kommen: Etwa Geschäfte und Gastronomie in der Innenstadt, die in dieser Zeit besondere Angebote für ihre Kunden und Gäste bereithalten. Spezielle Illuminationen zur Weihnachtszeit. Vielleicht eine neue, attraktivere Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen... Das kulturelle Angebot im Advent ist ja schon gut aufgestellt, der Adventzauber in den Kittenberger Erlebnisgärten ist ein Highlight in Niederösterreich. Da lassen sich ganz bestimmt Ideen über Ideen für ein starkes Adventprogramm entwickeln.
 
Und ein zweiter Schritt wäre es, die verschiedenen attraktiven Advent-Programme in der Region Kamptal touristisch zusammenzufassen - und nicht nur einen Folder dafür anzubieten, sondern auch Package-Angebote zu entwickeln, Rundtouren mit Übernachtungen, mit kulinarischen und vinophilen Highlights. Aber das ist heute noch Zukunftsmusik.
 
Herr Schwarz, vielen Dank für diesen Rückblick und diesen Ausblick!
 

(für "Bezirksblätter Krems" und "Lois!")

 

 

 

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