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Eine Presse-Information der fachWORTstatt:

 

Corona-Zeit an der Dittchenbühne:

„Die Ausfälle schmerzen schon sehr!“

(Elmshorn/21.6.2020) Über die Auswirkungen der Corona-Krise am Elmshorner „Forum Baltikum - Dittchenbühne“, über Veränderungen und neue Projekte sprachen wir mit Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt.

 

Seit mehr als drei Monaten bestimmt Corona bei uns das Leben. Welche Auswirkungen hatte und hat Pandemie auf die Aktivitäten des „Forum Baltikum - Dittchenbühne“?

 

Raimar Neufeldt: Zunächst einmal ist es uns genauso ergangen wie auch anderen Kultureinrichtungen, Kindergärten, Seniorentreffs und Vereinen - denn das alles und noch viel mehr ist das „Forum Baltikum - Dittchenbühne“ ja als Mehrgenerationenhaus: Wir mussten alle Aktivitäten vollständig herunterfahren. Nichts ging mehr: Unsere Theaterkompanie konnte nicht auf der Bühne proben, Vorträge und Kurse mussten abgesagt werden, so große Veranstaltungen wie der Pfingstochsenfest samt Kulturprogramm und Riesenflohmarkt konnten nicht stattfinden. Und natürlich war auch unser Kindergarten „Storchennest“ geschlossen.

 

“The show must go on” heißt es am Theater gern. Auch an der Dittchenbühne?

 

Raimar Neufeldt: In gewisser Weise schon - aber vor allem immer im Rahmen der Corona-Regeln. Mit unserem Sommerstück „Kopernikus“ standen wir zu Beginn der Corona-Krise noch ganz am Anfang - und durften dann nicht mehr zusammenkommen. Regisseur Markus Arendt hat zunächst auf Videokonferenzen mit den Darstellerinnen und Darstellern gesetzt, auf Online-Besprechungen und Online-Proben sozusagen - und siehe da: Es funktionierte gut, und es wurde so die Grundlage dafür geschaffen, dass wir jetzt im Juni mit den Bühnenproben beginnen konnten. Den nötigen Abstand natürlich immer noch vorausgesetzt.

Ähnliches gilt für die Theaterkurse, und auch den Frühjahrsmalkurs für Kinder konnten wir jetzt erfolgreich beenden. Wir freuen uns, dass im „Storchennest“ wieder Kinder betreut werden können - und wir freuen uns, dass wir in der ersten Ferienwoche den Ferienmalkurs für Kinder anbieten können. Und vor allem: Wir sehen der „Kopernikus“-Premiere Ende August gespannt und mit großem Optimismus entgegen. Leider gibt es da den Wermutstropfen, dass die Ostseetournee durch Polen, durchs Baltikum und durch Russland in diesem Jahr nicht stattfinden kann. 

 

Es gab für Sie also auch Neues während der Corona-Zeit?

 

Raimar Neufeldt: Ja, und nicht nur die Online-Proben. Wir haben beispielsweise mit unserem „Reparatur-Service“ für uns ein ganz neues Angebot kreiert, mit dem wir die Menschen ansprechen. Menschen, die gern etwas aus ihrem Haushalt repariert haben möchten - und Menschen, die Spaß daran haben, Dinge wieder funktionsfähig zu machen. Das ist ein Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen - und damit auch eine Lehre, die wir aus der Corona-Krise ziehen.  

 

Wie kommt das „Forum Baltikum - Dittchenbühne“ mit den finanziellen Folgen der Corona-Einschränkungen zurecht?

 

Raimar Neufeldt: Natürlich hat die Krise heftige finanzielle Auswirkungen. Aber: Wir haben von eh und je sehr sparsam gewirtschaftet, so dass wir mit diesen Auswirkungen vielleicht etwas besser als andere umgehen konnten. Aber natürlich: Die Ausfälle von Theatervorstellungen und von sonst sehr gut besuchten Veranstaltungen wie der Baltischen Tafelrunde oder dem Pfingstochsenfest schmerzen schon sehr - finanziell, aber auch inhaltlich. Und man wird nach Corona nicht einfach alles nachholen können, da fehlen dann die Termine.  

 

Können die Elmshornerinnen und Elmshorner die Dittchenbühne jetzt unterstützen?

 

Raimar Neufeldt: Die beste Unterstützung für uns wäre es, wenn die Veranstaltungen, Vorträge, Kurse und Aufführungen, die wir in der nächsten Zeit anbieten, auch gut besucht werden. Man kann sicher sein: Wir halten die jeweils aktuellen Corona-Regelungen strikt ein. Und wenn jemand noch mehr tun möchte, dann sollte er oder sie am besten Mitglied bei uns werden - und nicht nur den Beitrag zahlen, sondern vielleicht sogar persönlich etwas beitragen!

 

Herr Neufeldt, vielen Dank für dieses Gespräch!  

 

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